„Youngster“ vs. „Alte Hasen“

Ja, wir haben es uns „auf die Fahne“ geschrieben: Wir möchten junge Menschen unterstützen und sensibilisieren. Handwerk lohnt sich, macht Spaß und bietet viele Entwicklungsmöglichkeiten. Alte Vorurteile sind längst überholt und das Gesicht des Handwerks hat sich verändert.

Problem Fachkräftemangel

Das Ende des Fachkräftemangels ist jedoch noch lange nicht in Sicht und immer noch viel zu wenig junge Menschen entscheiden sich für einen handwerklichen Beruf. Daher werden wir nicht müde, junge Leute zu motivieren und freuen uns natürlich über jeden potenziellen Mitarbeiter und jede Bewerbung junger Menschen, denn auch wir suchen neue Mitarbeiter.

Eines möchten wir jedoch nicht aus den Augen verlieren und somit heute einmal thematisieren. Was wären die jungen Leute mit wenig Erfahrung auf den Baustellen ohne die Unterstützung der Mitarbeiter, die über jahrelange Erfahrung verfügen, mittlerweile wahrscheinlich tausende Quadratmeter Fliesen verlegt haben, mit so vielen verschiedenen Materialien gearbeitet haben und auch mit einer Vielzahl ganz unterschiedlicher Kunden und Menschen zu tun hatten? Wie viel Bauvorhaben haben Mitarbeiter, die 30 Jahre oder länger im Geschäft sind, schon umgesetzt?

Eine ausgewogene Mischung

Diese Erfahrung ist so wertvoll und darum schauen wir mit Stolz auf unsere älteren Fliesenleger und freuen uns, dass diese unseren jungen Fliesenlegern mit Rat und Tat zur Seite stehen. Wenn wir auf unser Team blicken, sehen wir eine ausgewogene Mischung aus Berufsanfängern, Mitarbeitern mittleren Alters und unseren „alten Hasen“. Und das ist gut so.

Ohne unsere erfahrenen Mitarbeiter stünden wir nicht dort, wo wir stehen. Sie trugen und tragen maßgeblich zu unserem Erfolg bei und sie bilden eine Konstante, die wir nicht missen möchten.

Die jungen Menschen bringen frischen Wind, zeigen auf, dass Handwerk nicht mehr verstaubt sein muss und die viel zitierten Klischees nicht mehr bedient werden müssen. Die älteren Mitarbeiter wissen im wahrsten Sinne, „wie der Hase läuft“. So treffen in manchen Situationen traditionelle Sichtweisen auf neues Denken.

Voneinander profitieren

Ziel muss sein, dass beide Gruppen voneinander profitieren. Für das Unternehmen und die Führungskräfte gilt es, unterschiedliche Altersgruppen auch unterschiedlich zu führen. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt. Die teilweise empfundene Gegensätzlichkeit, die neue Ideen hervorrufen kann, birgt jedoch auch Konfliktpotenzial.

Hier hilft, wie in fast allen Situationen, miteinander zu reden. Ohne Kommunikation verhärten sich Konflikte und Meinungsverschiedenheiten und können nicht aus dem Weg geräumt werden.

Wichtig ist, zu akzeptieren, dass jede Generation ihre Besonderheiten, Ansprüche und Vorstellungen hat. Kompromisse einzugehen und sich in die Lage des Anderen zu versetzen, hilft ein faires Miteinander zu schaffen. Jung kann von alt und alt von jung lernen, wenn alle auf Augenhöhe bleiben und respektvoll miteinander umgehen. Und das ist, wenn es auch heute noch im Handwerk manchmal etwas rauer zugeht, möglich.

Egal, ob jung oder alt, gemeinsam haben wir #lustaufhandwerk!

 

PS: In diesem Text wird ausschließlich die männliche Form verwendet. Damit sind alle anderen Formen gleichermaßen mitgemeint.

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